Beratung und Begleitung mit Anbindung an die Schule

Im Januar 2012 wurden die bisherigen Wiener Angebote für behinderte, benachteiligte und ausgrenzungefährdete Jugendliche, die bereits während der Schulzeit ansetzen, im Jugendcoaching zusammengefasst.

Das Jugendcoaching setzt sich aus Elementen des Clearing und Casemanagement zusammen und bietet schulabbruchs- und ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen Beratung bei der Entscheidung über ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg. Das Jugendcoaching begleitet individuell vom Ende der Pflichtschulzeit bis zu einer nachhaltigen Integration in ein weiterführendes Bildungssystem oder den Arbeitsmarkt. Das Betreuungsangebot umfasst dabei auch Unterstützung in persönlichen und sozialen Problemfeldern der Jugendlichen, die die Ausbildungsfähigkeit behindern können.

 In Kürze können hier Informationsblätter zu den einzelnen Jugendcoachingangeboten in Wien abgerufen werden.

Für wen ist Jugendcoaching?

Jugendcoaching richtet sich an Jugendliche im individuellen 9. Schulbesuchsjahr sowie auch an noch nicht beim AMS gemeldete Jugendliche unter 19 Jahren bzw. an Jugendliche mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf unter 25 Jahren.

Besondere Unterstützung soll für jene Jugendliche zur Verfügung stehen, die gefährdet sind, die Schule abzubrechen, keinen Abschluss auf der Sekundarstufe I oder II erlangen zu können und/oder Unterstützung bei der Lehrstellensuche bzw. beim Berufseintritt benötigen.

Was tut Jugendcoaching?

Das Angebot des Jugendcoaching basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit aller Beteiligten und stützt sich auf ein Vertrauensverhältnis und auf eine ressourcenorientierte Arbeit mit den Jugendlichen.

Der aktive Einbezug des sozialen Umfelds der Jugendlichen wird angestrebt.

Im Jugendcoaching sind drei Stufen der Unterstützung möglich.

Stufe 1 umfasst beratende Erstgespräche mit den Jugendlichen, die die individuelle Situation der Jugendlichen und das Ausmaß des Unterstützungsbedarfes abklären sowie die Jugendlichen über ihre weiteren Möglichkeiten informieren.

Danach erfolgt bei Bedarf eine Überführung in Stufe 2 oder in Stufe 3.

Stufe 2 beinhaltet Beratung mit dem Case Management Ansatz (Einzelfallberatung) und soll den Jugendlichen in der Berufsorientierung, der persönlichen Entscheidungsfindung sowie in der Organisation nötiger Unterstützungsangebote (z.B. Lernunterstützung) und/oder Praktika helfen.

Stufe 3 bietet Begleitung im Sinne eines Case Management und richtet sich vorwiegend an Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf, mit denen – über Berufsorientierung und Beseitigung schulischer Defizite hinaus – auch eine Stärken-Schwächen-Analyse durchgeführt und ein Neigungs- und Fähigkeitsprofil erstellt wird, aufgrund dessen die Jugendlichen bei der Organisation von Praktika und der Kontaktaufnahme zu potentiellen Ausbildungsträgern oder Arbeitsstellen unterstützt werden.

Im Sinne der Nachhaltigkeit der Unterstützungsangebote des Jugendcoaching erfolgt eine Nachbetreuung der Jugendlichen. Auch eine erneute Kontaktaufnahme mit den Berater/innen des Jugendcoachings ist möglich.

Weitere Informationen zum Jugendcoaching finden Sie unter http://www.neba.at/jugendcoaching.html

In der Berufschule

Auch an den Wiener Berufsschulen gibt es Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Der Kultur- und Sportverein (KUS) bietet Beratung, sozialpädagogische Betreuung, Nachholen des Lehrabschlusses und weitere Angebote an.

KUS complete ist eine Beratungsstelle für alle Fragen rund um den Lehrabschluss und unterstützt die Jugendlichen vom Erstellen des Bildungsplans bis zum Prüfungstag. Zudem können Einzelförderkurse in allen Lehrberufen angeboten werden.

Nach oben

Home > Informationen > Infoblätter > Beratung an der Schule
In Zusammenarbeit mit:
Fördergeber

Der Schwerpunkt AMS BSB FSW wird gefördert aus den Mitteln des AMS, BSB und FSW.

Logo des AMS Logo des BSB Logo des FSW

Der Schwerpunkt Optimierung des Übergangsmanagements wird gefördert aus Mitteln des BMASK und ESF.

Logo des esf Logo des BMASK