Arbeit inklusive Freizeit

„Arbeit inklusive Freizeit“

Die Koordinationsstelle Jugend – Bildung – Beschäftigung, Schwerpunkt AMS BSB FSW, veranstaltete am 22. November 2012 eine Fachveranstaltung zum Thema „Arbeit inklusive Freizeit“.

Arbeit und Freizeit sind wesentliche Bereiche im Leben von Menschen mit Behinderung und eng miteinander verknüpft. Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung und/oder Benachteiligung können im Rahmen einer inklusiven Freizeitgestaltung viele für den beruflichen Einstieg relevante Kompetenzen erwerben. Zahlreiche Angebote wie z.B. Peer-Beratung, Eltern- und Angehörigenberatung, Hilfsmittelberatung, Freizeit- und außerschulische Bildungsangebote unterstützen Betroffene und deren soziales Umfeld bei der inklusiven Lebensgestaltung.

Nach einem einführenden Fachvortrag von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Markowetz zum Thema gaben ExpertInnen Informationen zu Persönlicher Assistenz. In den anschließenden Miniplena konnten die TeilnehmerInnen konkrete Wiener Projekte und Angebote der Beratung, Begleitung und Assistenz kennenlernen und Informationen, Erfahrungen und Wissen mit ExpertInnen austauschen.

Einladung und Programmübersicht können hier eingesehen werden:

Hier können die Audiomitschnitte der Veranstaltung heruntergeladen werden:

Fachvortrag

Arbeit und Freizeit definieren am Übergang von Schule und im Anschluss an die berufliche Bildung wohl den längsten Bereich im Leben unserer erwachsen gewordenen Jugendlichen.  Längst verläuft diese Zeit nicht mehr ohne Probleme und stellt alle Menschen vor neue und große Herausforderungen. Während früher Arbeit und Freizeit strikt voneinander getrennt gesehen wurden, erweisen sich heute die Übergänge fließend. Opaschowski spricht deshalb weder von Arbeit noch von Freizeit sondern schlicht von Lebenszeit. Menschen mit Behinderungen erleben hierbei bisweilen gravierende Benachteiligungen, die es spätestens mit Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte für Menschen mit Behinderungen „inklusiv“ abzubauen gilt. Der Vortrag von Prof. Dr. Markowetz führt deshalb zu Beginn der Veranstaltung in diese Zusammenhänge ein, benennt die aktuellen Schwierigkeiten und skizziert inklusive Lösungswege und Bildungsmaßnahmen, die aufzeigen sollen, dass und wie diesen jungen Erwachsenen der Zu- und Übergang zu diesen beiden Lebensbereichen erleichtert und damit eine bessere Eingliederung in die Gesellschaft ermöglicht und Ausgrenzung vermieden werden kann.

Univ.-Prof. Dr. phil. Reinhard Markowetz
Ludwig-Maximilians-Universität München
Fakultät 11: Psychologie und Pädagogik, Department Pädagogik und Rehabilitation
Institut für Präventions-, Integrations- und Rehabilitationsforschung
Homepage: http://www.edu.lmu.de/geistigbehindertenpaedagogik/personen/markowetz/index.html

Die beim Fachvortrag verwendete Präsentation finden Sie hier:

Univ.-Prof. Dr. Markowetz hat uns den ausgearbeiteten und erweiterten Vortrag auch als Skript zum Nachlesen zur Verfügung gestellt:

Persönliche Assistenz

Persönliche Assistenz soll in allen Lebensbereichen Selbstbestimmung und individuelle Lebensgestaltung ermöglichen.
Für den Lebensbereich Arbeit und Berufsausbildung ist für die Finanzierung das Bundessozialamt zuständig (Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz), für alle anderen Lebensbereiche in Wien der Fonds Soziales Wien (Pflegegeldergänzungsleistung für Persönliche Assistenz). Expertinnen gaben einen Überblick über die derzeit verfügbaren Assistenzleistungen und berichteten aus der Praxis.

Maga (FH) Martina Plohovits
Leiterin der Abteilung Bildung, Beratung, Assistenz im Fachbereich Behindertenarbeit, Mobilität und Beratung – Fonds Soziales Wien

Roswitha Schachinger
geschäftsführender Vorstand WAG Assistenzgenossenschaft

Stefanie Strubreiter
Nutzerin von persönlicher Assistenz und Kundin der WAG Assistenzgenossenschaft

Weiterführende Links zum Thema:

Informationen des Fonds Soziales Wien zur  Pflegegeldergänzungsleistung für Persönliche Assistenz:

Broschüre des Fonds Soziales Wien „Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz – Pflegegeldergänzungsleistung für Persönliche Assistenz“:

Informationen zur WAG Assistenzgenossenschaft:

Informationen des Bundessozialamts und Richtlinien zur Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz:

Miniplena

In den anschließenden Miniplena stellten VertreterInnen unterschiedlicher Wiener Projekte kurz ihre Angebote vor und standen als Ansprechpersonen zum jeweiligen Themenfeld zur Verfügung.

Die Unterlagen zu den einzelnen Miniplena können hier eingesehen werden:

Miniplenum 1: Außerschulische Bildung

Biv-integrativ – Bildungsberatung und Bildungsassistenz
Dr.in Beatrix Eder-Gregor, Pädagogische Leitung & Projektmanagement „biv – die Akademie für integrative Bildung“
Homepage: http://www.biv-integrativ.at

Miniplenum 2: Beratung von Eltern und Angehörigen

Elternnetzwerk Wien
Mag.a  Waltraud Engl, Projektleiterin Elternnetzwerk Wien, Integration Wien
Homepage: http://www.integrationwien.at/eltern.php

VKKJ – Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugendliche
Dr.in Ines Bobik Seebacher MSc, Ärztliche Leiterin Ambulatorium Liesing –  Diagnostik und Therapie für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 – 30 Jahren
Homepage: http://www.vkkj.at/ambulatorien/liesing

Hilfe für Angehörige und Freunde psychisch Erkrankter (HPE)- Beratungsstelle und Angehörigenzentrum
Mag. Edwin Ladinser, Geschäftsführer HPE
Homepage: http://www.hpe.at/sitex/index.php/page.138/

Miniplenum 3: Freizeit

Wiener Hilfswerk – Aktions-Raum
Mag.a Sandra Filzwieser, Wiener Hilfswerk – Aktions-Raum
Homepage: http://www.hilfswerk.at/wien/kinderundjugend/aktionsraum

Österreichische Autistenhilfe – Persönlicher Assistenzeinsatz
Univ.Lekt. Mag. Dr. Martin Felinger, Psychologische Leitung Österreichische Autistenhilfe
Homepage: http://www.autistenhilfe.at/index.php/integration

Freizeitassistenz Integration Wien
Regina Vavra und Robert Duda, Freizeitassistenz, Integration Wien
Homepage: http://www.integrationwien.at/freizeit.php

Miniplenum 4: Hilfsmittel

Technikassistenz, Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich BSVÖ
René Oberdorfer und Maria Bernold, Technikassistenz BSVÖ
Homepage: http://www.assistenz.at/

Technische Assistenz für Gehörlose, WITAF
Harry Spitzer, Technische Assistenz für Gehörlose, WITAF
Homepage: http://www.witaf.at

LIFEtool Beratungsstelle Wien
Mag.a Ingrid Gurung, LIFEtool Beratungsstelle Wien
Homepage: http://www.lifetool.at

Miniplenum 5: Peer-Beratung

BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
Magdalena Scharl und Cornelia Scheuer, BIZEPS
Homepage: http://www.bizeps.or.at/bizeps/

Peerberatung pro mente Wien
Michaela Hopfgartner, Projektleitung Peerberatung
Homepage: http://www.promente-wien.at/index.php/angebote/selbsthilfeorientierte-projektarbeit/peerberatung

WAG Assistenzgenossenschaft
Roswitha Schachinger, geschäftsführender Vorstand WAG Assistenzgenossenschaft
Homepage: http://www.wag.or.at

Zeitlupe Peer-Beratung für Frauen mit Behinderung
Elisabeth Löffler, Projektleiterin Zeitlupe, Verein Ninlil
Homepage: http://www.ninlil.at/zeitlupe/

Weiterführende Links und zusätzliche Informationen:

Allgemeine Information und Beratung zu allem, was Jugendliche interessiert:

wienXtra-jugendinfo
Die Infostelle für junge Leute – mitten in der Stadt!
1010 Wien, Babenbergerstraße 1/Ecke Burgring
Tel. +43/1/4000-84 100
Mail: jugendinfowien@wienXtra.at
Homepage: www.jugendinfowien.at; http://foren.wienXtra.at

Öffnungszeiten:  Mo, Di, Mi 14:00-19:00 / Do, Fr, Sa 13:00-18:00

Aktuelle Informationen „Freizeit und Sport für Menschen mit Behinderungen“ in Wien:

Aktuelle Informationen zu den Freizeit-Angeboten, die vom Fonds Soziales Wien gefördert werden:

Diverse Informationen für Eltern von Kindern mit handicap: