Kompetenzfeststellung

„Kompetenzfeststellung und Perspektivenentwicklung – Methoden und Erfahrungen“

Am 07. Juli 2010 führte die Koordinationsstelle eine Veranstaltung zum Thema Kompetenzfeststellung und Perspektivenentwicklung bei (ausgrenzungsgefährdeten) Jugendlichen durch. Die Veranstaltung richtete sich an MitarbeiterInnen aus den Projekten am Übergang Schule-Beruf, an MitarbeiterInnen der Jugendarbeit und VertreterInnen aus dem Schulsystem, wie etwa BeratungslehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen, BO-KoordinatorInnen.

Einladung und Programm können hier eingesehen werden

Die Koordinationsstelle hat eine Linkliste zur Ergänzung und weiteren Vertiefung der Inhalte der Veranstaltung zusammengestellt

ExpertInnen aus der Praxis stellten in vier parallelen Workshops am Vormittag und am Nachmittag ihre Methoden, Instrumente und Erfahrungen vor und diskutierten mit den TeilnehmerInnen über das Thema. Impulsreferate im Plenum rundeten die Veranstaltung ab.

Vorträge

Quo vadis Bildung? Zum Habitus von Early School Leavers, Erna Nairz-Wirth, WU Wien

Kompetenzfeststellung und Perspektivenentwicklung am Übergang Schule-Beruf, Barbara Neubauer, oeibf

Lebenswelten Jugendlicher aus benachteiligten Lebenslagen, Philipp Ikrath, Institut für Jugendkultur,

Workshops Vormittag

Workshop 1:

Kompetenzbilanzierung bei Jugendlichen mit geringen formalen Abschlüssen, Hildegard Matsch, c´mon17,

Über welche Kompetenzen verfügen Jugendliche, die wenig Schulbildung besitzen? Welche Fähigkeiten haben sie in ihrem Leben nebenbei erworben? Die ressourcenorientierte Kompetenzbilanzierung von c´mon 17 stellt einen Praxisbeitrag dar, um den versteckten Talenten auf die Spur zu kommen.

Workshop 2:

Angewandte Methoden im Clearing, dargestellt an Hand praktischer Beispiele, Christoph Schreiner, WUK Domino

Um auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen optimal eingehen zu können, werden während eines Clearing-Prozesses verschiedenste Methoden zur Abklärung der Interessen und Fähigkeiten, als auch zur Entwicklung von beruflichen Perspektiven, angewandt. Ziel des Workshops ist es, einige dieser Methoden vorzustellen und auch erfahrbar zu machen.

Workshop 3:

Persönliche Zukunftsplanung, Tobias Buchner, Lebenshilfe Österreich,

Persönliche Zukunftsplanung ist ein methodischer Ansatz, mit Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam über ihre Zukunft nachzudenken, sich Ziele zu setzen und diese gemeinsam mit anderen konkret abzuarbeiten. Hierbei stehen das Individuum sowie dessen Interessen und Fähigkeiten im Vordergrund. Ziel der Persönlichen Zukunftsplanung ist es, die Lebensqualität zu steigern.

Workshop 4:

Schätze heben – Das Sprachen- und Qualifikationsportfolio für MigrantInnen und Flüchtlinge, Verena Plutzar, Uni Wien,

Die Arbeit mit dem Sprachen- und Qualifikationsportfolio soll BeraterInnen wie auch Beratenden ermöglichen, für die berufliche Zukunft relevante Potentiale zu entdecken. Dabei stellen Migrationserfahrung wie auch Mehrsprachigkeit Ressourcen dar, die oft übersehen und manchmal sogar negativ bewertet werden. Hinter dem biografischen und reflexionsorientierten Arbeiten mit dem SQuP steht eine Haltung, die selbstbestimmtes Handeln unterstützen möchte.

Workshops Nachmittag

Workshop 1:

Themenworkshop Berufsorientierung, Rudolf Maisriml und Andrea Schmidt, c´mon14,

Die Case ManagerInnen von c’mon14 geben einen kurzen Überblick über Inhalte der Themenworkshops, die sich an SchülerInnen der APS (4.Klassen) und den Höheren Schulen (5./6. Klassen) richten. Anschließend werden dann in einer simulierten Klassensituation spielerisch, interaktiv und jugendgerecht die Themen Berufsorientierung/Lebenskompetenzen behandelt. Das Plenum soll sich in die Zielgruppe einfühlen und bekommt so ein Bild über die Methodik, derer sich c’mon14 bedient.

Workshop 2:

Erfahrungen mit der Kompetenzwerkstatt, Lisa Alluri, m.o.v.e.on,

Die Kompetenzwerkstatt ist ein Instrument, um mit Jugendlichen (Zielgruppe: SchülerInnen der 4. Klasse KMS) an ihren Interessen, Stärken, Werten und Zielen zu arbeiten. Im Workshop wird eine vom Integrationshaus adaptierte Form der Kompetenzwerkstatt des Zukunftszentrums Tirol vorgestellt. Ziel des Workshops ist es, die konkreten Erfahrungen damit zu präsentieren sowie Stärken und Grenzen des Konzepts zu diskutieren.

Workshop 3:

Star jobs, ein Animationsspiel zur Einführung in die BO, Monika Rinner, XXL 221,

Star jobs ist ein Animationsspiel, bei dem sich die TeilnehmerInnen spielerisch mit dem Thema Berufsorientierung auseinandersetzen können. XXL 221 stellt das Planspiel vor, setzt mit den Workshop-TeilnehmerInnen Elemente des Planspiels exemplarisch um und berichtet über Erfahrungen.

Workshop 4:

Berufsorientierung für Mädchen, Isabella Bauer, sprungbrett,

Mädchen sind in handwerklichen, technischen und naturwissenschaftlichen Berufsbereichen immer noch deutlich unterrepräsentiert. Die Beratungsstelle sprungbrett ermutigt Mädchen, Berufe nach Interessen und Fähigkeiten und nicht nach geschlechtspezifischen Rollenvorstellungen auszuwählen. Wie, wird in diesem Workshop anhand von theoretischen Inputs und praktischen Beispielen vorgestellt.