Zielgruppen

Jugendliche und junge Erwachsene nach Beendigung der Schulpflicht. Jugendliche zwischen 15 Jahren bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. In bestimmten Fällen ist die Teilnahme auch bis zum vollendeten 24. Lebensjahr möglich (sonderpädagogischer Förderbedarf, Lernbehinderung, soziale oder/und emotionale Beeinträchtigungen). Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche, für die zum Zeitpunkt des Eintritts eine Berufsausbildung noch nicht in Frage kommt.

Zugang/Regionale Zuständigkeit

Absolviertes Jugendcoaching und Meldung beim AMS. Laufender Einstieg möglich. Aufnahmeprozedere: Erstgespräch, Schnuppertage (3 – 4 Tage in den Trainingsmodulen)

Eintritt

Laufender Einstieg möglich

Kapazitäten

88 Plätze

Beschreibung und Inhalte

In der Produktionsschule wird praktisches Tun und Lernen kombiniert als auch durch soziales Lernen in der Gruppe, Sport sowie individualisiertem Coaching ergänzt. Die Teilnahme an der Produktionsschule endet mit einer konkreten Empfehlung für den nächsten Ausbildungsschritt. Es wird ein Abschlussbericht inklusive Kompetenzprofil übergeben.

Zusatzangebote:
EDV-Kurse, ECDL, Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss, Deutsch als Fremdsprache, Schauspiel und Sprechtechnik, Exkursionen und Workshops zu tagesaktuellen Themen und Berufsbildern.

Trainingsmodule

Praktisches Arbeiten in Kleingruppen (Haus- und Gartenarbeit, Gastronomie, Handwerk, Büro, Einzelhandel, Tierpflege) Trainingsmodule finden täglich statt.

  • 3 Trainingsmodule Handwerk: Tierpflege und Garten, Haus und Garten, Malerei
  • 3 Trainingsmodule Gastronomie: Küche, Restaurant, Konditorei
  • 2 Gruppen Einzelhandel: Lebensmittel
  • Je 1 Gruppe in der Systemgastronomie und im Büro

In der warmen Jahreszeit sind die Handwerksgruppen im Freien und trainieren bei Kooperationsbetrieben. Einzelhandel-, Systemgastronomie- und Tierpflegegruppen arbeiten ausschließlich bei Kooperationsbetrieben in der Wirtschaft. Bei Praktika und Schnuppertagen kann man sich von allen Lehrberufen in Betrieben vor Ort ein Bild machen.

Coaching

Alle Jugendlichen werden vom Coaching von der Aufnahme bis zur Überleitung in ein Ausbildungssystem fallführend psychosozial begleitet. Im Gruppen- und Einzelsetting. Regelmäßige Besprechungen der gewonnenen Fortschritte, Betreuung des laufenden Entwicklungsplanes, Erstellen von Perspektivenplänen.

Wissenswerkstatt

In Basismodulen der Trainingsgruppen werden grundlegende Kulturtechniken trainiert. An der Verbesserung dieser Grundkompetenzen wird auch während der Trainingseinheiten im Sinne des verschränkten Lernens anhand praktischer Aufgaben gearbeitet. Schaffung eines interessanten Lernumfeldes. Die Themen reichen von schulischen Stoffen über neue Medien, EDV, individuellem und sozialem Lernen, bis hin zu kreativen Einheiten und Schauspiel- und Gesangsgruppen. Die Inhalte werden im Einzel- und Gruppensetting, in Workshops, in turnusmäßigen Veranstaltungen, in Exkursionen und in Projektarbeit aufbereitet.

Sport und Bewegung

In den Ablauf der Trainingsgruppen integriert. Zusätzliche Bewegungseinheiten in unterschiedlichen Anforderungsniveaus. Die Einheiten finden indoor und outdoor statt, teilweise auch geschlechterspezifisch zusammengefasst (Fußball, Klettern, Nordic Walking, Tanz). Ernährungsworkshops, Motivations- und Achtsamkeitsgruppen.

Ziele

Die Produktionsschule unterstützt die Jugendlichen beim Erwerb sozialer Kompetenzen und Kulturtechniken, die für den Einstieg in die gewünschte berufliche Erstausbildung notwendig sind, den Möglichkeiten der Jugendlichen entsprechen und ihnen die besten Entwicklungschancen bieten. Ziel ist es die individuelle Ausbildungsfähigkeit zu erlangen und Jugendliche auf den nächsten Ausbildungsschritt (Lehre, verlängerte Lehre, Teilqualifikation) vorzubereiten.

Förderdauer

12 Monate mit Option auf Verlängerung

Stundenausmaß

Durchschnittliches Stundenausmaß: 30 Wochenstunden, täglich Montag bis Freitag. Der Einstieg mit reduzierten Wochenstunden ist möglich. Die Betreuung ist auf 12 Monate ausgelegt, kann aber bei Bedarf verlängert werden.

Finanzielle Ansprüche

Anspruch auf DLU (AMS)

Kontakt

Jobfabrik
Dr. Otto-Neurath-Gasse 1
1220 Wien
0676 883 998 104
https://www.volkshilfe-wien.at/

Ansprechperson

Mag.a Helena Renström (Aufnahme): a.renstroem@volkshife-wien.at

Barrierefreiheit

Der Zugang zu den Räumlichkeiten der Einrichtung ist rollstuhltauglich.

Träger

Volkshilfe Wien gemeinnützige Betriebs Ges.m.b.H.

Fördergebersystem

Sozialministeriumservice, ESF, AMS (DLU für teilnehmende Jugendliche)

TAS/NR.

364537

Stand

März 2019

Übergeordnetes Angebot

Produktionsschule – Allgemein

Unterstützung der Jugendlichen beim Erwerb jener Kompetenzen, die als Einstiegsvorraussetzungen für das jeweils individuell passende Berufsfeld gelten.